Es Castell Urlaub
Während der zweiten Besetzung der Insel durch die Briten wurde beschlossen, die Einwohner von S’Arraval Nova
(die Siedlung am Castell de Sant Felip) umzusiedeln. Die Straßen von Es Castell, das zunächst Georgetown getauft wurde,
entstanden um den Waffenplatz herum, der heute S’Esplanada genannt wird. In diesem Stadtzentrum zeugen die Kasernen immer
noch von dem militärischen Ursprung.
Der alte Fischerkai war einer der ersten Orte, der sich aufgrund des Tourismus veränderte. Bars und Restaurants befinden
sich in den Höhlen, die einst Lager und Zufluchtsstätten waren, und die ihre Terrassen haben sich dort ausgebreitet, wo
einst die Netze repariert wurden. Im Sommer herrscht ein lustiges Treiben, und dies hat auch nicht nachgelassen, als andere
Orte in der Stadt in Mode kamen. Die kleine Cala Pedrera, eine Bucht fast ohne Sand, die sich zwischen den Siedlungen Santa
Ana und Sol del Este befindet, und auch die Cala Corb, die sich bis tief in die Siedlung zieht, sind keine bemerkenswerte
Konkurrenz. Aber die Verbesserung all dieser Buchten würde auch erheblich zu einem schöneren Stadtbild beitragen.
Ihre Gründung ist direkt mit dem Castell de Sant Felip verbunden, eine Festung in der Einfahrt zum Hafen errichtet, da dies
der strategisch schwächste Punkt in der Epoche der Invasionen war.
In ca. drei Kilometern Entfernung liegt die ruhige Bucht Cala Sant Esteve, wo wir das Fort Marlborough finden, dessen
Besuch uns in das 18. Jahrhundert zurückbringt.
Es Castell ist die nicht nur die östlichste Ortschaft der Insel sondern des gesamten spanischen Staates. So kann man hier
die erste intensive Sensation des Tages erleben: einen spektakuläreren Sonnenaufgang über dem Meer.
Die Stadtstruktur konserviert die rasterförmig angelegten Strassen, den Waffenplatz mit den englischen Kasernen und einer
Architektur, die den englischen Einfluss nicht verbergen kann, mit den Erkern und den Guillotinenfenstern an den Häusern.
Gegenüber dem Rathaus, dessen Fassade mit dem typisch englischen rot gestrichen ist, finden wir das Militärmuseum, in dem
wir anhand von Plänen, Information über die Wehranlagen, Malerei aus der Epoche, einiges über die Geschichte erfahren
können.
Es Castell schaut zum Meer, zum monumentalen Hafen von Maó .Viele Strassen münden in Calas Fonts. Eine alte Fischermole,
an der heute die Terrassen der Bars und Restaurants und die Kunsthandwerksstände eine Idylle am Meeresufer bilden,
zusammen mit den in Läden und Fischerunterkünften umgewandelten Höhlen.
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